01
Fassung und Ereignisfolge.
L1 beschreibt die Integrität einer gebundenen Dateifassung. L2 beschreibt eine prüfbare Folge erfasster Ereignisse. Dateibindung und Ereigniskette beantworten unterschiedliche Fragen: Gleiche Bytes bedeuten nicht automatisch, dass die Sitzung diese Bytes erzeugt hat.
02
Eingabesignale im Kontext.
L3 beschreibt den zeitlichen Zusammenhang zwischen Eingabesignalen und beobachteter Aktivität. Berechtigungen und Erfassungswege bestimmen den Sichtbereich. Auch physisch eingegebener Text kann auf einer fremden Vorlage beruhen.
03
Umgebung und Hardware.
L4 verlangt nachgewiesene Kontrollen einer definierten Umgebung. L5 verlangt zusätzlich eine validierte Hardware-Attestation. Beobachtete Prozesse oder ein geschützter Schlüssel genügen dafür jeweils nicht. Jede zusätzliche Aussage braucht eigene Evidenz und eine überprüfbare Vertrauensbasis.
04
Ein Profil statt eines pauschalen Gütesiegels.
humanproof/1 bestätigt lokale Recorder-Angaben und vergibt keine automatische L1–L5-Zertifizierung. Im Prüfergebnis stehen Integrität, Schlüsselvertrauen und Dateiabgleich getrennt. Die fünf Ebenen helfen dabei, Anforderungen präzise zu formulieren; sie sind kein KI-Freiheits-Score.
05
Angefordert und erreicht sind getrennte Angaben.
Ein Record darf nur die tatsächlich erreichte Stufe ausweisen. Eine höhere Anforderung ersetzt keine fehlende Evidenz. Der Verifier berechnet die Voraussetzungen erneut und weist Abweichungen aus.
